Wann sollte keine Gesichtsbürste benutzt werden?

Gesichtsbürsten eignen sich in der Regel für jeden Hauttyp und sind somit von fast jedem anwendbar. Jedoch gibt es einige wenige Ausnahmen, bei denen die Benutzung einer Gesichtsbürste nicht ratsam ist.

Vorsicht bei sehr sensibler und allergischer Haut

Hersteller von professionellen Geräten zur Reinigung der Gesichtshaut achten für gewöhnlich darauf, dass diese zu jedem Hauttyp passen. So ist die Anwendung von Gesichtsreinigungsbürsten auch bei empfindlicher und zu Irritationen neigender Haut möglich. Im Grunde genommen massiert die Bürste die Haut lediglich, entfernt Verunreinigungen und fördert die Durchblutung.

Eine porentiefe und gründliche Reinigung ist durch teure Gesichtsbürsten mit Ultraschall und/oder LED-Technik ebenfalls möglich. Sowohl bei trockener als auch bei fettiger Haut hilft eine Gesichtsbürste, den Zustand der Gesichtshaut zu verbessern und diese frischer und gesünder aussehen zu lassen.

Sollte die Haut der Bürstennutzerin jedoch sensibel sein und zu Pickeln, Ausschlag und Pusteln neigen, ist von der Verwendung einer Gesichtsbürste abzuraten. Der Einsatz wäre im Gegenteil eher schädlich: Durch die Benutzung einer Gesichtsbürste werden Bakterien und Keime im ganzen Gesicht verteilt, sodass das Hautbild negativ beeinflusst wird.

Auf keinen Fall sollte die Kundin nach einer akuten allergischen Reaktion zur Reinigungsbürste greifen. Eine allergische Reaktion der Gesichtshaut verbessert sich nicht durch intensive Hautreinigung. Die Gefahr ist groß, dass sich die Allergie verschlimmert und die Haut dauerhaft Schaden nimmt.

Bei Problemhaut ist es besser, einen Dermatologen zu kontaktieren. Dieser kann apothekenpflichtige Cremes und Lotionen verschreiben, um zum Heilungsprozess der Haut beizutragen.

Hautreaktionen nach Anwendung der Gesichtsbürste

Sollte eine allergische Reaktion oder eine unangenehme Hautreizung (Rötung, Jucken, starke Spannungsgefühle) erst nach Anwendung der Gesichtsbürste auftreten, ist von der Weiterverwendung zunächst abzusehen. Es kann durchaus sein, dass die Haut die benutzte Reinigungscreme nicht vertragen hat. Nach Abklingen der Reizung kann die Nutzerin mit einer milderen Creme erneut aktiv werden und die Reaktion der Haut beobachten.

Falls Zweifel an der richtigen Auswahl der Reinigungscreme bestehen, sollte sich die Nutzerin in der Drogerie oder Apotheke beraten lassen, um das passende Reinigungsmittel für ihre Gesichtshaut zu finden. So ist langfristig garantiert, dass die Haut keinen Schaden nimmt und die Gesichtsbürste den gewünschten positiven Effekt auf die Haut hat.

Keine Behandlung nach Sonnenbrand, langen Sonnenbädern und bei Hautirritationen

Wenn die Haut durch lange Sonnenbäder strapaziert ist (unabhängig davon, ob unter der Sonnenbank oder am Strand) oder gar einen Schaden durch Sonnenbrand erlitten hat, sollte sie geschont werden. Eine zusätzliche Bearbeitung mit einer Gesichtsbürste würde sie noch mehr reizen und nicht für Entspannung sorgen. Auch wenn die Haut durch andere Einflüsse strapaziert ist, ist eine Bearbeitung mit einer Gesichtsbürste nicht ratsam.

Spannt die Haut, ist sie im Winter besonders trocken oder zeigt z. B. empfindliche Tendenzen bei der Benutzung einer neuen Gesichtscreme, dann sollte die Nutzung der Gesichtsbürste so lange außen vor bleiben, bis die Haut sich wieder normalisiert hat. Die Gesichtsbürste sollte also grundsätzlich nur dann zum Einsatz kommen, wenn die Haut gesund, nicht strapaziert und unverletzt ist.